WEINE MIT STIL

Weinleidenschaft #6 - Die Welt der Aromen, Teil 2

Wenn Sie sich die beigefügte Darstellung "Welt der Aromen" anschauen, entdecken Sie schon einmal sehr viele Aromen. Das mag im ersten Augenblick etwas verwirrend sein, beim näheren Betrachten kann man dies ganz gut strukturieren.

Beginnen wir also erst einmal mit den verschiedenen Aroma-Hauptgruppen innerhalb unserer Aromawelt: Da gibt es die große Gruppe der fruchtigen Aromen, häufig Primäraromen, die aus der Beere stammen. Zu diesen Hauptgruppen zählen auch die blumigen und vegetabilen Aromen. Gewürz-, Holz und Röstaromen sind Tertiäraromen, die sich normalerweise während der Lagerung in den kleinen und getoasteten Barriquefässern bilden. Die erdigen Noten wie z. B. "Pilz" können vom Lesegut stammen. Balsamische, tierische und chemische Noten stammen nicht selten aus dem Gärprozess.

Schauen wir uns nun beispielhaft eine Aroma-Hauptgruppe an, die fruchtigen Aromen. Diese unterteilen sich noch einmal in verschiedene Aroma-Untergruppen. Da gibt es Obstaromen, beerige Aromen, tropische Aromen, Zitrusfrüchte oder getrocknete Früchte. Innerhalb dieser Unterguppen finden wir nun die Aromen, die wir üblicherweise kennen.  Bei Obst wäre das z. B. Kirsche und Pflaume, Pfirsich oder Apfel. Die roten Aromen finden wir gar nicht so überraschend bei Rotweinen, die hellen Aromen bei Weissweinen. Z. B. Birne bei Weissburgunder, Apfel oder Zitrus bei Riesling. 

Ein schönes Beispiel für blumige Aromen ist der D2 Weisswein, unsere Cuvée aus Riesling und rotem Traminer. Immer wieder ein Erlebnis, wie der Traminer den Duft nach weißer Blüte oder Rose in den Wein bringt. Das macht ihn natürlich damit zu einem perfekten Begleiter z. B. von asiatischer Küche.

Und nun ist es ganz einfach: Beim Riechen versuchen wir erst einmal die Hauptgruppe wahrzunehmen. Riecht der Wein eher fruchtig oder blumig oder erinnert er uns in der Nase eher an Vanille (Gerürzaroma) oder z. B. Kaffee (Röstaroma). Von dort aus gehen wir tiefer. Erinnern mich die fruchtigen Aromen eher an heimisches Obst oder tropische Früchte. Und nun kommt es darauf an, dass wir uns an die einzelnen Aromen erinnern. Erdbeeren, Kirschen, Apfel oder Banane sind sicher keine so große Herausforderung. Bei Aromen aus Früchten, die wir nicht so häufig essen wie z. B. Litschi ist es wichtig, dass wir uns angewöhnen, den Geschmack solcher Früchte in unserem Gedächtnis abzuspeichern. Idealerweise tun wir dies in Verbindung mit Gefühlen und Erinnerungen. Ich habe es schon im Beitrag "Der Geruch des Weines" geschrieben, dass Düfte im limbischen System direkt mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden sind. Erinnerungen und schöne Gefühle können uns also dabei helfen, einen Geruch zu erkennen.

Ihnen soll natürlich auch helfen, dass wir bei allen unseren Weinen die wichtigsten Aromen des Weines für Sie visualisiert haben. Bei dem beigefügten Bild sehen Sie die Aromen unserer Riesling-Traminer-Cuvée "D2".

Weiter geht es mit Weinleidenschaft #7 - Der Geschmack des Weines.

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